Idee

Lebendige Städte brauchen innovative und kreative Zentren. Dies gilt umso mehr in Zeiten, in denen viele gewachsene Zentren unter einem drohenden Funktionsverlust leiden – auch aufgrund der zunehmenden Konkurrenz auf der „Grünen“ Wiese“.

 

Will man der zunehmenden Uniformierung und Verödung der Innenstädte begegnen, muss man ihre Attraktivität steigern. Die Innenstadt als Mittelpunkt des städtischen Lebens muss gestärkt werden – als Ort vielgestaltiger Austauschbeziehungen und als alltäglicher Handels- und Lebensraum. So lautet – kurz und prägnant – das Credo von „Ab in die Mitte!“. 

 

Innenstädte vermitteln die Identität der Gesamtstadt und strahlen diese oftmals in die Region aus. Damit bilden sie einen weichen Standortfaktor im Wettbewerb der Städte und Regionen.

 

Städte und Ortskerne sind stets ein Spiegelbild der demografischen, ökonomischen, ökologischen, gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen. Die Anpassung an aktuelle Veränderungen ist daher eine Daueraufgabe für die Stadtentwicklung. Städte durchleben einen fortlaufenden Funktions- und Strukturwandel, der zukünftig vornehmlich mit Stagnation und Schrumpfung verbunden ist und die Zentren vor immer wieder neue Herausforderungen stellen wird. Angesichts dieser Aufgaben haben Bund und Länder mit der Städtebauförderung einen Schwerpunkt zur zukunftsfähigen Entwicklung der Innenstädte gesetzt.

 

Konzepte und Handlungsstrategien aus den Bereichen Kunst, Kultur, Freizeit und Tourismus haben sich dabei als nachhaltige Entwicklungsoptionen für die Innenstädte erwiesen. Mit öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen soll eine nachhaltige Vitalisierung der Zentren bewirkt, das Augenmerk auf ihre Attraktivität gelenkt und kommunale Alleinstellungsmerkmale inszeniert werden. Im Sinne der Weiterentwicklung der City-Offensive sind sie zudem geeignet, auf stadtgestalterische Qualitäten und Fragestellungen hinzuweisen, diesbezügliche Beteiligungsverfahren zu initiieren sowie bedarfsgerechte Nutzungskonzepte zu entwickeln und zu erproben. Voraussetzung ist, mit allen an der Innenstadtentwicklung Beteiligten – Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaft, Verbänden, Politik, Vereinen und öffentlicher Hand – ein Netzwerk zu schaffen, um gemeinsam zukunftsfähige Ideen für die Zukunft der Innenstädte zu konzipieren und umzusetzen.

 

„Ab in die Mitte!“-Projekte wagen Blicke hinter die städtischen Kulissen, stellen lokale Normalitäten in Frage, setzen vermeintlich Undenkbares in die Tat um. Damit schärfen oder verändern sie den Blickwinkel auf die Stadt, fördern neue oder verschüttete Wahrheiten über sie zu Tage, stiften oder reanimieren örtliche Identitäten, kommunizieren städtebauliche Veränderungen. Und: „Sie machen Lust auf Stadt.“

 

Ab in die Mitte Berlin
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